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Archiv 2009 - Teil 2 - (April - Mai 2009)


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  • 30.05.2009: Stricken und Sammeln für Tschernobyl. mehr...
  • 27.05.2009: Thema "Rechtsextremismus". mehr...
  • 19.05.2009: Vulkaneifel-Exkursion. mehr...
  • 15.05.2009: Miteinander der Generationen. mehr...
  • 12.05.2009: Besuch beim Eierhof Hennes. mehr...
  • 07.05.2009: Besuch des Düsseldorfer Landtags. mehr...
  • April 2009: Die Bürgermeisterkandidaten setzten sich im BRH-Talk friedlich auseinander. mehr...
  • 26. April 2009: Beim Tag der Arbeit in Münster. mehr...
  • 18.04.2009: Mit Manfred Harth auf Siebengebirgstour. mehr...
  • April 2009: Nach 14 Jahren Landtag und 10 Jahren Europaparlament tritt Ruth Hieronymi nach den Europawahlen in den Ruhestand. Jetzt sagte sie "Servus". mehr...
  • 14.04.2009: Abschluss einer arbeitsreichen Woche beim 60. Geburtstag des Präsidenten des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips. mehr...
  • 03.04.2009: Tagesfahrt - "BRH unterwegs" - B R Ü S S E L   R U F T mehr...
  • 03.04.2009: Zur Talk im Annaturm-Veranstaltung "Eine(r) wird gewinnen!"
    - Die Bundestagskandidaten stellen sich vor -
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30.05.2009: Stricken und Sammeln für Tschernobyl

Euskirchen, 30.05.2009:

Die Initiative der Nachwuchsorganisation des Deutschen Beamtenbunds, „Bund der Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes“ (DBB) findet schon seit Jahren zum Motto "Hilfe für Tschernobyl-Kinder" eine überaus positive Resonanz. Das gilt insbesondere für die Leistung der Euskirchener Seniorin Helene Kerwer (78), die der Erfolgsstory am Wochenende ein neues Kapitel anschloss. Für den Seniorenverband BRH ist dies ein Beispiel für Miteinander statt Nebeneinander, in dem sich ein weiteres Mal die Älteren ihrer Verantwortung füreinander bekennen, ein besonderer Einsatz für Generationenkompatibilität.

In den letzten Wochen wurde in der Euskirchener Kälkstraße wieder fleißig gepackt, über 250 schwere Kartons. "Wegen Überfüllung geschlossen", scherzte die Hausherrin schon seit Tagen immer wieder angesichts der rappelvollen Kellerräume und Flure. Die ehemalige Geschäftsfrau war dabei das erste Glied in einer Hilfskette, die sich aus Zufallsbekanntschaften unorganisiert zusammengetan hat. So stricken in der Region Euskirchen über 40 Frauen aus Restwolle fleißig wärmende Schals und Mützen, die dann an Kindergärten und Kinderkrankhäuser in Mogilew nach Weißrussland gehen. Dazu wurde von vielen Seiten neue Kinderkleidung hinzugetan.

Nun traten vom erftstädtischen Verein "Hilfe für tschernobylgeschädigter Kinder" Willi Cremer und Michael Vogel an, füllten drei LKWs und bereiteten so den inzwischen 33. Transport vor. In den nächsten Tagen wird der Konvoi über die 2000 km lange, über 44-Stunden-andauernde LKW-Strecke starten und die Kinderkrankenhäuser und -heime in der Nähe von Tschernobyl mit wärmenden Artikeln aus Euskirchen ausstatten.

Die "Strickerin aus Euskirchen" hat bei Ihrer Aktion viele Hilfe erfahren. So gab es unter anderem eine wesentliche, spürbare Unterstützung durch den Kaufhof. "Ich möchte Hans Peter Neußer und Elke Krämer stellvertretend ein Dankschön übermitteln", sagt Helene Kerwer und meint, dass das Danken dann auch das Band der Freundschaft über Grenzen hinweg stärken kann. Ich bin auch sicher, dass alles in gute Hände kommt. Dazu hält sie Dankesbriefe bereit, in denen es heisst: "Die Wärme in den liebevollen gestrickten Sachen ist bei uns angekommen."

Die DBB-Jugend hat bei der Ladung von rund drei Tonnen den Strickerinnen ein besonderes Dankeschön ausgesprochen. Es wird übrigens weiter gestrickt. Dazu wird dann auch weiterhin dringend Wolle als Nachschub benötigt, zudem werden nicht zu große leere Kartons gesucht.

27.05.2009: Thema "Rechtsextremismus".

Euskirchen, 27.05.2009:

Mit "Bangemachen, nein, aber aufmerksam sein, ja!", leitete BRH-Chef Hans Burggraf den "Talk im Forum" ein. Dr. Thomas Pfeiffer vom Innenministerium NRW, Abteilung Verfassungsschutz, referierte auf Einladung des Seniorenverbands BRH in Zusammenarbeit mit den dbb -Fachgewerkschaften unter der DBB-Fahne im Bürgerhaus zum Thema Rechtsextremismus. Dabei machte der wissenschaftliche Referent in Fragen Rechtsextremismus deutlich, dass er sich der Gefahr bewusst sei und festhalten wolle, wie die rechte Gesinnung heute arbeite. So habe sich das äußere Erscheinungsbild der rechten Sympathisanten mittlerweile stark geändert. "Sie sind zum Teil geschickter, als in der Vergangenheit! Sie haben dazu gelernt, wollen nicht mehr auf den ersten Blick erkannt werden."

Mit harmlos klingenden Aufrufen kämen sie daher, mit Forderungen, denen gerade junge Menschen zustimmen könnten. Die oft jugendgerechte Aufmachung des Erscheinungsbildes, manchmal zur Ablenkung mit orientalisch angehauchter Musik untermalt, in Farbe und mit Fotos ablenkend auf linke Gruppierungen, sei die Masche. Nichts deute auf Neonazis hin. Viel würden erst zu spät merken, dass sie unter Neonazis sind. Es dauere einfach eine Zeit, bis man haarscharf die Linie zum Straftatbestand der Volksverhetzung überschreitende Formulierungen - oft in Rockmusik versteckt - erkennen würde. Zudem wurde in der Runde deutlich gemacht, wie sich die Methoden der Annäherung verändert haben. So versuche man es mit Angeboten, die auf den ersten Blick "nur" attraktiv sind. In der Tat würden dabei überwiegend junge Menschen angesprochen. "Jugendliche, die auf der Suche sind, die Halt, die Orientierung und Zusammengehörigkeitsgefühl suchen." Statt Wahlen setze man mehr auf andere Angebote wie Konzerte, Demos und Internet. Dinge, die einfach Spaß machen.

Die Frage "Was geht in den Köpfen dieser Menschen vor" und die Sorge, dass weder der jüngere noch der ältere Mensch das moderne rechte Denken wahrnehme, hatte den BRH veranlasst, das Thema "Wo Demokraten stark sind, ist Rechtsextremismus immer schwach!" aufzugreifen. Dabei gelang es dem Referenten in seinem Vortrag, dass man und wie man durch Informationen und durch Diskussionen eine ganze Menge der Abwehr leisten kann.

Rechtsextremisus - Referat - Der BRH-Talk fand interessiert und aufmerksam lauschende Zuhörer, die mit recht unterschiedliche Reaktionen
dem Vortrag folgten. Es waren wohl die meisten, bei denen sich insbesondere angesichts der oft versteckten
Hetzparolen größte Betroffenheit, sogar Angst in den Gesichtern zeigte.

Unter den Besuchern im Bürgerhaus gab es schon während den ersten Informationen recht unterschiedliche Reaktionen. Es waren wohl die meisten, bei denen sich insbesondere angesichts der oft versteckten Hetzparolen größte Betroffenheit, sogar Angst in den Gesichtern zeigte. Eine Teilnehmerin meinte dagegen, es sei vielleicht sinnvoller, die rechte Szene einfach zu ignorieren. Man schenke ihr zu große Beachtung. Joachim Dürer, ehemalige Regierungsdirektor und Referatsleiter im Regierungspräsidium Chemnitz, warnte aber davor. Er glaube sogar, dass man im Osten Deutschlands zu spät der neuen Neonaziszene Beachtung geschenkt habe. Die Jugendlichen habe man dort einfangen können, weil es dort an Aufklärung mangelte.

Der Experte aus dem Düsseldorfer Ministerium plädierte für die Bündelung verschiedener Strategien, um gegen rechte Machenschaften vorzugehen. Möglicherweise würden rechte Gruppen geschickt in Lücken, in denen demokratische Kräfte nicht hinsehen und nichts tun, stoßen. Zudem müsse Jedermann aufpassen und aufklären, was hinter einigen Aktionen stecke. In Gruppen etwas zu unternehmen, zu erleben und das Ganze dann verbunden mit demokratiefeindlichen, rechtsextremismusrechtlichen Inhalten zu besetzen, das mache die Gefahr aus. Die "Szene" erkenne man heute längst nicht mehr nur an Glatzköpfen, Springerstiefeln und Bomberjacke. Insgesamt zeichnete die Veranstaltung aus, dass die Zuhörer mit dem Referenten Dr. Pfeifer gemeinsam nach Lösungen, wie man dem offenbar wieder zunehmenden Rechtsextremismus begegnen kann, suchten und auch nachdenken werden. Detlef Seif (CDU) versicherte spontan, er werde die neuen Erkenntnisse in seiner zukünftigen Arbeit als besonders wichtig einbeziehen.

19.05.2009: Vulkaneifel-Exkursion.

Euskirchen, 19.05.2009:

Von einer „unendlichen Geschichte der Vulkaneifel und einem gut aufgelegten Führer auf interessanten Eifelpfaden, Vulkanparkführer Armin Hofschulte," berichtete Mitfahrerin Ursula Kikillus, die mit Manfred Harth unterwegs war zu Kunstwerken aus Tuff, Basalt und Schiefer.


Eine sehenswerte Fauna und Flora sowie die besondere Geologie zog die Teilnehmer (Foto unten) in ihrem Bann. Tausende Orchideen, Reptilien und Vulkanische Gesteine wurden beobachtet.

Einige machten sogar mit bei einem beschwerlichen Aufstieg auf den Gipfel (Foto) mit phantastischem Blick. Wagemutige bestiegen den schwierigen Klettersteig durch die Klippen der Rabenlay.


"Wir hatten einen schweren Aufstieg, hingen in den Seilen, der Pfad war nur wenige Zentimeter breit, dann kam der Abgrund", blickte Josef Klinkhammer nach der Kletterpartie zurück.

Ein römisches Bergwerk sowie die Basaltorgel an der "Ahl" in St. Johann wurden besichtigt, der Kräutergarten an der Mosel fand ebenso seine Interessenten.

Bei moselfränkischer Gemütlichkeit wurde der Tag auf einen Winzerhof abgeschlossen.

Vulkaneifeltour 2009 Die Exkursionstruppe, gut gelaunt und voller Tatendrang.

19.05.2009: Von der Vulkaneifel-Exkursion.

Euskirchen, 12.05.2009:

Mit einem Bildgruß zur Erinnerung an die erlebnisreiche Vulkaneifel-Exkursion und einem Blick auf gutgelaunte Teilnehmer berichteten Ursula Brühl und Robert Klütch aus der Mitte des Vulkans.

"Die Ausführenden der Fahrt haben sich wieder einmal von ihrer besten Seite gezeigt. Aber auch einige Teilnehmer haben sich mit einem alpinen Aufstieg von ihrer sportlichen Seite zeigen können."

Mit freundlichen Grüssen bis zur nächsten Veranstaltung.

Ursula Brühl und Robert Klütsch

Vulkaneifeltour 2009 Auf Exkursion in die Vulkaneifel

15.05.2009: Miteinander der Generationen.

Auf dem 17. Landesjugendtag der DBB Jugend NRW in Mettmann ging es unter anderem auch um ein Miteinander der Generationen.

Weil sich der Seniorenverband BRH schon länger für ein Miteinander statt Nebeneinander einsetzt und sich die Älteren ihrer Verantwortung füreinander klar bekennen, waren wir natürlich auch auf dem Landesjugendtag vertreten. In der sehr gut besuchten Veranstaltung mit internationalen Besuchern und Gästen aus Politik und Gewerkschaft mischte sich für unseren Kreisverband der Kollege Günter Schmidt ein.

Neben den Neuwahlen stand eine Vielzahl von Anträgen auf der Tagesordnung.

Im Rückblick sprach Günter Schmidt von einem attraktiv strukturierten Landesjugendtag, von einer qualifiziert besetzten Diskussionsrunde zu aktuellen Themen und vom besonderen Einsatz für Generationenkompatibilität. Auch von der Jugend wurde die Altersstruktur der Verwaltung und deren Aufgabenerweiterung mit Sorge betrachtet.

12.05.2009: Besuch beim Eierhof Hennes.

Euskirchen, 12.05.2009:

Auf den Spuren der Frage "Wo kommt das Ei her?" bewegte sich eine Gruppe des Seniorenverbands BRH unter Regie von Manfred Harth (GDBA) in Kuchenheim. Dabei löste die interessante Führung im Eierhof Hennes Begeisterung und Erstaunen aus.

Beim Eierhof Hennes in Euskirchen-Kuchenheim Besuch beim Eierhof Hennes.

"Das hätte ich nicht gedacht, dass das so groß ist hier!" In einer fast einstündigen Führung wurde ein Gesamtüberblick vom "Lauf des Eies innerhalb der gesamten Palette geboten".

Trotz immer größerer Mechanisierung sind hier 150 Mitarbeiter am Werk, allein der Fuhrpark besteht aus 16 Lastzügen. In der Osterzeit werden täglich 40 000 Eier gefärbt.

Zum Ausklang dieses Besuchs gab's für die Teilnehmer noch einen hervorragenden Suppeneintopf bei der im Raum Euskirchen bestens bekannten "Tant Seef".

07.05.2009: Besuch des Düsseldorfer Landtags.

Düsseldorf, 07.05.2009:

Um den Amateurfußball als Keimzelle der Profiligen und um die Kartoffel in der Agro-Gentechnik ging es im Parlament in Düsseldorf, als eine starke Senioren-Abordnung die 123. Sitzung des Landtags NRW verfolgen konnte.

Im Anschluss daran nahm sich Innenminister Dr. Ingo Wolf viel Zeit, in einer größeren Diskussionsrunde aktuelle Dinge zu erörtern. Dazu hatte sich die Euskirchener Gruppe des Seniorenverbands BRH mit gewichtigen Persönlichkeiten wie dem ehemaligen Innenrevisor beim LBV, Wolfgang Lintl, dem BRH-NRW-Kassenprüfer Heiner Ackermann und dem Düsseldorfer Klaus Zander verstärkt. So dem Treffen einen erheblichen Nachdruck verliehen, konnten beim Innenminister Meinungen, Standpunkte und Medien Nachrichten hinterfragt werden.

Dabei ging es unter anderem um die terminliche Gestaltung der anstehenden Neuwahlen, um Lobbyismus und Durchsetzungskraft, um Themen zu Energie, Sicherheit und Umwelt, um Rentenanpassung, Versorgung im Öffentlichen Dienst und die bekannte Glaubwürdigkeitskrise.

Auch wenn die Teilnehmer aus ihrer Sicht manchmal widersprechende Linien erkennen mussten, gelang es dem Freidemokraten weitgehend mit einem echten Stimmungsbild seine Denkweise und Sicht der Dinge wiederzugeben.

Bei Innenminister Dr. Ingo Wolf im Landtag Düsseldorf Die Besuchergruppe im Landtag in Düsseldorf mit Innenminister Dr. Ingo Wolf.

April 2009: Die Bürgermeisterkandidaten setzten sich im BRH-Talk friedlich auseinander.

Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor
von links: Martina Grundler, Susanne Daniel, Dr. Uwe Friedl
Sich einem größeren Publikumskreis live zu präsentieren, sich ins beste Licht zu rücken und deutlich zu machen, was die Bürger dazu bewegen sollte, zur Wahl zu gehen und das Kreuzchen hinter ihrem Namen zu setzen, darum ging's diesmal wieder beim "Talk im Annaturm". Der Gastgeber, der Seniorenverband BRH im DBB, stellte diesmal an die Bürgermeisterkandidaten die Frage: Für was werden sie kämpfen?" Dabei war eigentlich angesagt, dass Susanne Daniel (UWV), Martina Grundler (SPD) und Dr. Uwe Friedl (CDU) verbal die Klingen kreuzen sollten. Um es vorweg zu nehmen: Wie kürzlich bei der Runde mit den Bundestagskandidaten blieb auch hier der große mündliche Schlagabtausch aus.

Susanne Daniel (42) machte den Auftakt der Vorstellungsrunde, punktete mit Themen des Miteinanders, sprach Familie, Kinder, Bildung und Senioren an und forderte für ihre Heimatstadt eine Art Vorreiterrolle. Hier seien allemal Kosten bestens angelegt. Da wolle sie gerne auf andere Dinge wie Straßengestaltung und Verschönerungen in der Innenstadt verzichten. Für den Gebrauch der Deutschen Sprache setze sie sich ein und gegen das Behördendeutsch werde sie kämpfen. Und dann überraschte sie: Ein Besuch ihrer zwei Kinder käme in Euskirchener Schulen nicht infrage. Und auf die Rückfrage kam die Ergänzung: "In der Franziskusschule gibt es seit zehn Jahren Schimmel in den Wänden!"

SPD-Spitze im Euskirchener Stadtrat, Martina Grundler (47), verdeutlichte mit Hinweis auf ihre berufliche Tätigkeit in einem Versicherungsunternehmen, dass sie sehr wohl die Qualifikation als Chefin einer großen Verwaltung mit etlichen hundert Beschäftigten mitbringe. Mit Durchsetzungsvermögen, Verhandlungsgeschick und die Fähigkeit, zwischen unterschiedlichen Interessen zu vermitteln, trumpfte sie auf. Mit Blick auf den Amtsträger kritisierte sie den erheblichen Handlungsbedarf im sozialen Bereich. Und eins versicherte sie den Zuhörern auf Rückfrage deutlich: Sie habe mit Entgegennahme des Parteibuches nicht den Denkapparat ausgestellt. Die Mitgliedschaft zu einer Partei enthalte für Sie kein Denkverbot. Sie wolle Bürgermeister für alle sein!

Bürgermeister Dr. Uwe Friedl (54) blickte selbstbewusst auf seine zehnjährige Amtszeit in Euskirchen zurück, in der Etliches bewegt worden sei. Danach richtete er seinen Blick in die Zukunft, sprach beispielsweise von den Möglichkeiten industrieller Großansiedlungen, weiterer Entwicklungen in den Ortsteilen und den Reaktionen auf die Herausforderungen durch den demografischen Wandel. Auf besondere Nachfrage zum letztgenannten Thema erklärte er sich vorbereitet. Als Stadt, die inzwischen eine Schrittmacherfunktion innehabe, sei sie gerüstet, wenn in wenigen Jahren die Verwaltung durch Versetzungen in den Ruhestand ohne große Teile des ausgebildeten Personals dastehe.

In der anschließenden Diskussion ging es unter Moderation von BRH-Chef Hans Burggraf um aktuelle Dinge wie Integration, stärkere Mitsprachemöglichkeiten für ältere Bürger, Mitwirkungsrecht der Bürger an der Politik allgemein und die subjektiv gespürte Angst. Aber auch zu diesen Themen ging es friedlich zu, große Unterschiede in den Darstellungen waren kaum zu vernehmen.

Eine spürbare Empörung kam dann am Ende doch noch auf. Und die richtete sich einmal mehr gegen die Deutsche Bahn. Das war, als Burggraf auf die Zustände im DB-Reisezentrum hinwies. "Die DB Kunden stehen gerade samstags bis auf die Straße, gerade für alte Menschen gibt es weit und breit keine Sitzmöglichkeit." Nun sei bekannt geworden, dass auch noch eine weitere Halbtagsstelle gestrichen werden soll. Zudem Reduzierung der Öffnungszeiten und möglicherweise auch die Schließung an Samstagen geplant sei. Einvernehmlich mit allen forderte Friedl die DB-Kunden auf, verstärkt ihren Unmut gegenüber dieser Kundenunfreundlichkeit auch bei der DB selbst zu äußern".

26. April 2009: Beim Tag der Arbeit in Münster.

Beim Tag der Arbeit in Münster
Euskirchen/Münster, 26.04.2009:

Mit gedämpfter Stimmung und mäßigem Beifall wurde der NRW-Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers in der Münsterland Halle empfangen. Er hatte anlässlich des Tags der Arbeit die Gewerkschaftsvertreter zu einem Empfang eingeladen.

Das Treffen war selbst in den Ansprachen geprägt von Angst vor Arbeitslosigkeit. Hier stand die Bestätigung im Raum, die Krise gebe keinen Anlass für Schönmalerei. Dort wurde der Versuch zum Aufruf gestartet, wir müssten nun die Schützengräben verlassen und gemeinsam gegen die Krise antreten.

Dazu hieß es: "Investitionen in Personal sind nun die richtigen Zukunftsinvestitionen."

Rüttgers rief dazu auf, in diesem Jahr den Tag der Arbeit als einen "Tag für Arbeit" zu gestalten.

Auf den lautstarken Vorwurf aus dem Öffentlichen Dienst, er befinde sich nach der Nicht-1:1-Umsetzung des Tarifvertrags im Beamten- und Versorgungsbereich mit Hinweisen auf Haushaltssituation sowie Finanzkrise und nach Wortklauberei sowie Winkelzügen in einer Glaubwürdigkeitskrise, ging er gar nicht ein.

Am Randes des Treffens trafen sich die Euskirchener DBB-Vertreter, DBB Ehrenpräsident Carl Schlesinger (li) und BRH-Kreisvorsitzender Hans Burggraf (re) sowie Schatzmeister Klaus Reimer, auch mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann zu einem kurzen Meinungsaustausch.

18.04.2009: Mit Manfred Harth auf Siebengebirgstour

Zum Thema "60 Jahre Deutschland" lernte eine 60-köpfige DBB-Gruppe - darunter eine starke Abordnung des Seniorenverbands BRH - auf eindrucksvoller Weise die Nutzungsfähigkeit des DBB Bildungszentrums Thomasberg kennen.

Eindrucksvoll wurde die lebendige Geschichte Schlesiens und damit das Zurückschauen auf eine alte Heimat in Erinnerung gerufen und dann auch noch durch einen Besuch des Hauses Schlesien unterstrichen.

"Schlesische Eigenarten und liebevolles Erinnern haben sich hier die "Macher" auf die Fahnen geschrieben. Die wechselvolle Geschichte dieser gequälten Landsmannschaft wusste der Museumsbegleiter hervorragend und eindrucksvoll zu schildern", berichtet Teilnehmerin Ursula Kikillus, "ich denke, für einige Besucher von uns war es sicherlich auch nach gut sechzig Jahren aufschlussreich zu erfahren, dass nach der Vertreibung ’45/’46 keine wilden Horden aus dem Osten dem Westen aufs Auge gedrückt worden waren, sondern zivilisierte, fleißige Menschen, die anpassungsfähig ihr Schicksal neu in die Hand nahmen und sich nahtlos in den Bundesländern eingefügt haben."

Auf der Besichtigungsetappe stand auch noch ein Besuch der Drachenburg hoch oben über dem Rheintal. "Wieder ein wunderschön zusammengestelltes Tagesprogramm", dankten die Teilnehmer dem Tagungsleiter Manfred Harth (GDBA). Anna S. Lövenich brachte es so auf den Punkt: "Die Fahrt war wieder ein Genuss, vielen Dank mal wieder für dieses tolle Erlebnis."

18.04.2009: Siebengebirgstour - hier vor dem Haus Schlesien - Manfred Harth mit seiner "Siebengebirgs-Reisegruppe" vor dem Haus Schlesien.

April 2009: Nach 14 Jahren Landtag und 10 Jahren Europaparlament tritt
Ruth Hieronymi nach den Europawahlen in den Ruhestand. Jetzt sagte sie "Servus".

Euskirchen, 20.04.2009.

Viel Prominenz mit klangvollen Namen und dazu bedeutende Vertreter etlicher überregionaler Verbände hatten sich auf den Weg gemacht, um ein Zeichen für Anerkennung und Dank zu zeigen.

Das langjährige Mitglied der Europäischen Volkspartei, die Europaabgeordnete Ruth Hieronymi, sagte zum Motto "Europa am Rhein" auf der "Wappen von Bonn" in einer bemerkenswerten Art "Servus". Im Rahmen einer Rheinschifffahrt von Königswinter nach Köln und zurück gab es in Bonn und Köln gleich zwei größere Empfänge auf dem Schiff.

Dabei brachte es in der Europastadt Köln Oberbürgermeister Fritz Schramma für alle Festredner auf dem Punkt. Der Bonnerin (genauer: aus Beuel) sei im großen Umfang zu danken. Habe sie doch in vielen Jahren zahlreiche Aufgaben und Interessen erfolgreich vertreten können, habe sich für Jedermann Zeit genommen und damit die Messlatte für ihren Nachfolger Holger Voss sehr hoch gelegt. "Immer ansprechbar, hilfsbereit, stets präsent und engagiert, um den Bürgern die europäische Idee näherzubringen!", hieß das Fazit.

Hans Burggraf vertrat als BRH-Mann insbesondere die Interessen und Angelegenheiten der Älteren und sagte der Gastgeberin für zahlreiche Besuche in Brüssel und Straßburg: "Danke, auch für das jahrelange gewaltige Maß an ganz bedeutendem Engagement!"

14.04.2009: Eine arbeitsreiche Woche endet in Berlin
beim 60. Geburtstag des Präsidenten des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips.

BRH
KV Euskirchen
Hans Burggraf
Euskirchen, 14.04.2009:

Eine arbeitsreiche 14. Kalenderwoche absolvierte der BRH Seniorenverband KV Euskirchen.

  • Zunächst stellten sich in einem guten besuchten „Talk im Annaturm“ die Bundestagskandidaten zum Motto: „Ich will nach Berlin“ den Fragen der Bürger.
  • Dann folgte die konstituierende Sitzung des neuen BRH Vorstandes mit einem intensiven Meinungsaustausch zu den Themen wie Neuwahlen, Superwahljahr 2009 und geplanten Aktivitäten.
  • Mit einer 60-köpfigen Gruppe stieg man unter der Fahne des BRH im Europaparlament in Brüssel ein und verabschiedete sich dort von der scheidenden Europaabgeordneten Ruth Hieronymi.
  • Auch beim 60. Geburtstag des Präsidenten des Deutschen Mieterbundes Dr. Franz-Georg Rips war der BRH vertreten (Foto). Zu den Gratulanten im Theater im Palais in Berlin gehörten unter anderem der Bundesminister für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee sowie die Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries.

Wie kein anderer millionen-mitgliederstarker Verband pflegt der Deutsche Mieterbund eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit vielen Einrichtungen. Stehkraft, Durchsetzungsvermögen und Standhaftigkeit hat den DMB nach vorne gebracht.

Dr. Franz-Georg Rips u. Hans Burggraf, BRH-Vorsitzender Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes, und Hans Burggraf, BRH-KV-Vorsitzender Euskirchen.

Weil eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Mieterbund auch dem Seniorenverband BRH Vorteile bringen kann, hat der BRH-KV-Vorsitzende Hans Burggraf anlässlich des 60. Geburtstages Dr. Rips, gebeten, sich nach zeitlicher Absprache mit seinem umfangreichen Wissens und Erfahrung auch dem BRH an der Basis zur Verfügung zu stellen.

Rips, stets mit Visionen für die Zukunft seines Verbandes ausgestattet, dessen Sachverstand und Expertenwissen sehr gefragt sind, sagte zu.

03.04.2009: Tagesfahrt - "BRH unterwegs" - B R Ü S S E L   R U F T.

Brüssel/Euskirchen, 03.04.2009.

"Wenn ich auf meine zehn Jahre im Europaparlament zurückblicken soll und spontan auf die Frage, was hat die Arbeit in Brüssel Gutes gebracht, antworten soll, dann gibt es für mich gleich zwei Punkte: Einmal hat man uns den Euro gegeben. In einer Zeit, da wir symbolisch alle an einem Fliegenfänger hängen, war das gerade aus heutiger Sicht ein Volltreffer. Zum anderen ist es aber auch die Tatsache, dass der Eiserne Vorhang verschwunden ist."

Auf Einladung der Europaabgeordneten Ruth Hieronymi (Bonn) war eine 60-köpfige Gruppe des Seniorenverbands BRH unter der Fahne des DBB mit Vertretern anderer Fachgewerkschaften zu Gast in Brüssel. Nach einem Rundgang durch das imposante Parlamentsgebäude mit Informationsrunde auf der Besuchertribüne - links eine Besuchsgruppe aus Italien, rechts eine aus Dänemark - gab es ein "beeindruckendes Gespräch" mit der Abgeordneten zu den Schwerpunkten Sicherheit, Umwelt, Verbraucher- und Gesundheitsschutz sowie Energie.

Viele weitere interessante Details über das Europäische Parlament kamen in dem intensiven Meinungsaustausch zur Sprache und endeten in der Erkenntnis, dass offenbar keine Frage die gestandene Frau aus dem Parlament aus dem Konzept bringen kann. Hatten doch die Euskirchener auch kritisch die Tatsache, dass Deutschland der größte Einzahler ist, ins Visier genommen und Vorteile hinterfragt.

Auf die Frage aus der ländlichen Region und zu den laufenden Benachteiligungen der heimischen Landwirtschaft kündigte die Abgeordnete übrigens überraschend eine Wende an: "Wir wollen die Landwirtschaftspolitik wieder mehr in die Länderhand geben und haben dies in ersten Schritten schon getan."

Ruth Hieronymi nimmt Abschied von Brüssel und wird bei den Neuwahlen in diesem Jahr nicht mehr kandidieren.

Bruesselfahrt am 01.04.2009 Die Gruppe des Seniorenverbands BRH unter der Fahne des DBB mit Vertretern anderer Fachgewerkschaften in Brüssel.

Schließlich lernte die Gruppe dann noch im Rahmen einer Rundfahrt und einer Stadtführung mit einem belgienbegeisterten flämischen Historiker die multikulturelle Europastadt Brüssel näher kennen.

Im Rahmen seiner Reihe "Parlament vor Ort" wird der BRH nun am 7. Mai als Gast des NRW-Innenministers Dr. Ingo Wolf (FDP) das Landesparlament in Düsseldorf besuchen.

03.04.2009: Zur Talk im Annaturm-Veranstaltung "Eine(r) wird gewinnen!"
- Die Bundestagskandidaten stellen sich vor -"

Die Bundestagskandidaten stellen sich vor Detlef Seif (CDU) und Helga Kühn-Mengel (SPD) kreuzten im traditionellen "Talk im Annaturm"
auf Einladung des Seniorenverbands BRH verbal die Klingen.

Euskirchen, 03.04.2009:

Im traditionellen "Talk im Annaturm" kreuzten auf Einladung des Seniorenverbands BRH unter der DBB-Fahne zwei Kandidaten für den neuen Bundestag verbal die Klingen. Moderiert vom BRH-Vorsitzenden Hans Burggraf nutzten zum Motto "Ich will nach Berlin" beide Bewerber die Gelegenheit gut, sich einem großen Publikum live zu präsentieren und sich ins beste Licht zu rücken.

Detlef Seif (CDU) und Helga Kühn-Mengel (SPD) waren angetreten. Gabriele Molitor (FDP), die ihr Kommen auch zugesagt hatte, musste kurzfristig wegen einer Erkrankung absagen. Nach der Vorstellung der Person stellte sich schnell heraus: Die Beiden mögen sich. Zu einem richtigen Schlagabtausch kam es daher nicht. Vergeblich warteten die Besucher auf Frontalangriffe, aber Rot und Schwarz unternahmen im "Annaturm" nichts dergleichen. Unverkrampft und ernsthaft standen sie Fragen aus dem Publikum Rede und Antwort, hielten sich immer an die Linie, welche ihre Parteizugehörigkeit hätte vermuten lassen.

So richtig Farbe mussten sie eigentlich nur einmal bekennen und das war, als Kühn-Mengel nach dem 27. September lieber eine rot-grüne Regierung im Bundestag unterstützen würde. Erstaunlich ruhig blieb es sogar, als die Patientenbeauftragte im Bundestag gar die Behauptung aufstellte, die Mehrheit der Deutschen wolle keine schwarz-gelbe Mehrheit. Seif sprach sich dagegen klar für seine Vorliebe für eine CDU/CSU/FDP-Mehrheit aus. Es knisterte einmal kräftig, als nämlich das Zitat Mißfelders, wonach die Erhöhung des Hartz IV-Satzes ein Konjunkturprogramm für die Alkohol- und Zigaretten-Industrie darstelle, zur Sprache kam. Einer der Anwesenden kündigte an, nicht mit der Zweitstimme CDU zu wählen, wenn er dadurch Mißfelder in den Bundestag verhelfe. Seif nickte, mit dem guten Listenplatz sei Mißfelder ein sicherer Kandidat, aber die Aussage sei doch nur ein Pamphlet gewesen. Kühn-Mengel blieb dazu auch gelassen: Offensichtlich sei das eine Rolle des Christdemokraten in der CDU.

"Alkohol" war noch einmal ein Thema der Aussprache, als Burggraf die Lage der Finanzwelt und die Rettungsaktionen ansprach. "Das ist so, als gäbe man einem Alkoholkranken Alkohol", meinte der BRH-Chef. Von den Kandidaten kam dazu aber nicht viel Neues. Kühn-Menge betonte, die vorgenommen Maßnahmen seien vertretbar und auch Seif war der Auffassung, dass die Maßnahmen erforderlich gewesen seien, um die Wirtschaft vor einem Zusammenbruch zu retten. An richtig überraschenden Aussagen herrschte eigentlich Mangel und wenn, dann kamen sie aus dem Zuhörerkreis. "Vor Terrorristen habe ich keine Angst, aber ich fürchte mich vor Politikern", machte ein Diskussionsteilnehmer seiner Verärgerung deutlich. Er fühle sich durch die Politiker nur noch belogen. Da wurde auch beim "Talk im Annaturm" klar: Der Wahlkampf zur Bundestagswahl 2009 im September hat auch in Euskirchen begonnen.

Bleibt noch eine Besonderheit festzuhalten. Durch gute Listenplätze und bei einem entsprechenden Wahlergebnis könnten alle drei Kandidaten im September in den Bundestag kommen, und damit wäre dann Euskirchen mit drei Abgeordneten in Berlin vertreten.

Wer sich den Kandidatenauftritt beim BRH noch einmal anschauen möchte, kann dies übrigens im Internet-Sender unter www.euskirchentv.de oder www.bonntv.net tun.

Die Bundestagskandidaten stellen sich vor Integration ist für den BRH wichtig: So kam auch der
türkische Bürgermeister Naci Sahin - selbst einmal bei den letzten Wahlen Überraschungs-Bundestagskandidat - zu Wort.